TRUG UND SCHEIN in Hildesheim: Eine Liebesgeschichte wird lebendig


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2591 Briefe, sieben Jahre Liebe und eine Geschichte, die bis heute nachhallt
In der szenischen Lesung TRUG UND SCHEIN – eine Liebesgeschichte in Briefen (1938–1945) wird eine private Korrespondenz zum eindringlichen Bühnenerlebnis. Hilde und Roland schrieben sich über sieben Jahre hinweg insgesamt 2591 Briefe. Was als Geschichte zweier junger Menschen beginnt, öffnet den Blick auf Liebe, gesellschaftliche Grenzen und die Nachwirkungen einer bewegten Zeit.
Wenn Briefe zu Bühnenfiguren werden
Die Schauspielprofis Manuela Hörr und Mark Roberts vom Theater R.A.M. leihen Hilde und Roland ihre Stimmen. Ihre Lesung verbindet präzise Schauspielkunst mit musikalischer Sensibilität und verwandelt geschriebene Worte in unmittelbare Theateratmosphäre. Zwischen Nähe, Zurückhaltung und unausgesprochenem Begehren entsteht ein fein nuanciertes Wechselspiel zweier Lebensgeschichten.
Liebe im Schatten der Geschichte
Die Briefe führen in die Jahre 1938 bis 1945 und machen persönliche Gefühle vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche erfahrbar. Die Dramaturgie setzt nicht auf große Effekte, sondern auf die Kraft der Sprache, den Rhythmus der Stimmen und die Spannung zwischen dem, was geschrieben wird, und dem, was zwischen den Zeilen verborgen bleibt.
Musik, Erinnerung und gemeinsames Verstehen
Eine besondere Atmosphäre entsteht durch die enge Verbindung von Brieflesung und Musik. Hilde und Roland teilten eine große Liebe zur Musik – ein Motiv, das die Inszenierung emotional vertieft. Im Anschluss öffnet sich der Bühnenraum zum Gespräch: Dr. Thomas Muntschick, Sohn von Hilde und Roland sowie Redakteur der gleichnamigen Sendereihe auf Radio Tonkuhle, liefert Hintergrundinformationen und persönliche Einblicke.
Ein Abend für Jung und Alt
Die Veranstaltung lädt ausdrücklich zum generationenübergreifenden Austausch ein. Mit der Tandemkarte jung&alt erhalten zwei Menschen mit einem Altersabstand von mindestens 40 Jahren eine Vergünstigung. So wird aus der Lesung ein gemeinsamer Erinnerungsraum, in dem ältere und jüngere Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch kommen können. Eigene Briefe aus dieser Zeit dürfen mitgebracht werden.
Fazit: Ein stilles, starkes Bühnenerlebnis
Besucher erwartet eine atmosphärische szenische Lesung über Liebe, Erinnerung und die Verantwortung, Geschichte weiterzugeben. Stimmen, Musik und persönliche Zeugnisse verbinden sich zu einem Abend, der lange nach dem Schlusswort weiterwirkt. Wer Theater als lebendigen Ort des Zuhörens und Verstehens erlebt, findet in TRUG UND SCHEIN einen berührenden Anlass für gemeinsames Nachdenken.
Offizielle Kanäle von Theater R.A.M.:
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