Gedenkveranstaltung am Lappenberg: Gemeinsam erinnern und Haltung zeigen


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Gemeinsam erinnern, Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen
Am historischen Ort des ehemaligen jüdischen Zentrums am Lappenberg versammelt sich Hildesheim zu einer öffentlichen Gedenkstunde für die Opfer der Novemberpogrome von 1938. Die Veranstaltung verbindet Erinnerungskultur, stille Besinnung und gemeinschaftliches Engagement gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus.
Ein Zeichen gegen das Vergessen
Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Channah von Eickstedt und Kathrin Abraham aus der Jüdischen Gemeinde Hildesheim, Pastor Dr. Janis Berzins vom Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt sowie Schülerinnen und Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule erinnern an die Verbrechen der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und die darauffolgenden Gewalttaten.
In Hildesheim wurden jüdische Menschen verhaftet, Wohnungen und Geschäfte geplündert und religiöse Zentren zerstört. Auch die Synagoge am Lappenberg wurde vernichtet. Ihr einstiger Standort ist bis heute ein mahnender Erinnerungsort und lädt dazu ein, Geschichte bewusst wahrzunehmen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.
Worte, Gebet und musikalische Begleitung
Die Gedenkveranstaltung bietet Raum für Ansprachen, persönliche Erinnerung und gemeinsames Innehalten. Der Internationale Chor begleitet die Gedenkstunde musikalisch und schafft eine würdige Atmosphäre, in der Trauer, Anteilnahme und Hoffnung miteinander verbunden sind.
Die religiösen und gesellschaftlichen Perspektiven der Mitwirkenden machen deutlich, dass Erinnerung eine gemeinsame Aufgabe ist. Die spirituelle Gemeinschaft am Lappenberg richtet den Blick auf die Würde jedes Menschen und auf die Bedeutung gelebter Solidarität.
Offizielle Kanäle
Die Veranstaltung wird von der Stadt Hildesheim und der Stabsstelle für Kultur und Stiftungen getragen. Eine Anmeldung ist für die öffentliche Gedenkstunde nicht angegeben. Interessierte Jugendliche, Erwachsene und Senioren sind eingeladen, an diesem Glaubenserlebnis und Zeichen demokratischer Verantwortung teilzunehmen.
Fazit
Besucherinnen und Besucher erwartet eine würdige Gedenkstunde mit historischen Erinnerungen, Ansprachen aus jüdischer, kirchlicher und kommunaler Perspektive sowie musikalischer Begleitung. Wer gemeinsam mit anderen Menschen gegen das Vergessen und gegen menschenfeindliche Ideologien einstehen möchte, erlebt am Lappenberg einen wichtigen Moment des Gedenkens und der Verbundenheit.









