Lucie Kolb in Hildesheim: Lesung aus „Bunte Tage, graue Nächte“


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Wenn ein neues Leben beginnt: Lucie Kolb liest aus „Bunte Tage, graue Nächte“
Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, führt die Autorin Lucie Kolb ihr Publikum in Ameis Buchecke nach Berlin – an den literarischen Schauplatz eines Aufbruchs, der zugleich befreiend und schmerzhaft ist. Ihre Lesung aus dem Roman „Bunte Tage, graue Nächte“ widmet sich der Frage, wie ein Mensch die vertrauten Rollen abstreift und den Mut zu einem selbstbestimmten Leben findet.
Zwischen Fürsorge, Pflicht und dem Wunsch nach Freiheit
Lena ist 35 Jahre alt und funktioniert: für ihre Mutter, ihren Partner und in ihrem Beruf als Erzieherin. Ihr Alltag wirkt geordnet, doch unter dieser Oberfläche wächst eine stille Erschöpfung. Ohne Abschied und ohne fertigen Plan steigt Lena in einen Zug und lässt ihr Dorf hinter sich. In Berlin beginnt eine Reise, die nicht nur geografisch, sondern vor allem innerlich verläuft.
Berlin als lauter Resonanzraum
Die Großstadt erscheint in Kolbs Roman nicht als romantischer Zufluchtsort. Berlin ist laut, teuer und gleichgültig – zugleich eröffnet die Stadt neue Begegnungen und ungewohnte Möglichkeiten. In der Wohngemeinschaft der Lebenskünstlerin Jaika und der Sozialarbeiterin Doris erlebt Lena Menschen, die freier und bunter leben. Aus dieser Konstellation entwickelt sich ein vielschichtiges literarisches Panorama über Nähe, Selbstentwurf und die Kosten persönlicher Veränderung.
Literarische Qualität und gesellschaftlicher Resonanzraum
„Bunte Tage, graue Nächte“ verbindet eine zugängliche Romanhandlung mit Themen, die weit über Lenas individuelle Geschichte hinausweisen. Der Text fragt nach Care-Arbeit, sozialen Erwartungen, weiblicher Selbstbestimmung und dem Recht auf ein eigenes Leben. Lucie Kolbs Erfahrung als Sozialpädagogin und ihre Beschäftigung mit Geschichten für Kinder und Erwachsene verleihen ihrem Schreiben eine lebensnahe Perspektive.
Die Autorin, Jahrgang 1984, wuchs in einem oberbayerischen Dorf auf und lebt in Hannover. Neben „Bunte Tage, graue Nächte“ veröffentlichte sie das Kinderbuch „Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen“. Ihre Kurzgeschichte „Der Kormoran“ wurde 2021 beim Schreibwettbewerb des Literaturhauses Zürich als Text des Monats ausgezeichnet.
Eine Lesungs-Atmosphäre für Literaturfreunde
Die Stimme der Autorin, die konzentrierte Atmosphäre einer Buchhandlung und die unmittelbare Begegnung mit dem Text machen den Abend zu einem besonderen literarischen Erlebnis. Zwischen den hellen Farben des Aufbruchs und den grauen Nächten der Erinnerung entsteht ein spannungsreicher Abend über Neuanfang, Zugehörigkeit und die schwierige Kunst, das eigene Leben zu beginnen.
Fazit: Eine Autor-Begegnung über den Mut zur Veränderung
Die Lesung in Hildesheim richtet sich an Erwachsene, die Gegenwartsliteratur mit psychologischem Tiefgang und gesellschaftlicher Relevanz schätzen. Wer erleben möchte, wie Lucie Kolb Lenas Geschichte zwischen Sprachkunst, Alltagserfahrung und emotionaler Präzision entfaltet, sollte diesen Abend live in Ameis Buchecke besuchen.
Offizielle Kanäle von Lucie Kolb:
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