Zu Fuß im Dommuseum Hildesheim: Mittelalterliche Kunst neu entdecken

Event: Zu Fuß. Objekte auf Beinen in Dommuseum, Domhof 3, 31134 Hildesheim on 11. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

11. Oktober 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Dommuseum Hildesheim
Domhof 3, 31134 Hildesheim, Deutschland

Tickets

7,00 €
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Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Zu Fuß: Eine neue Perspektive auf mittelalterliche Kunst

Die Ausstellung Zu Fuß. Objekte auf Beinen im Dommuseum Hildesheim richtet den Blick auf ein bislang wenig beachtetes Detail mittelalterlicher Kunst: die kunstvoll gestalteten Füße von Leuchtern, Kreuzfüßen, Tragaltären, Kannen und Taufbecken. Am Sonntag, 11. Oktober 2026, öffnet sich eine faszinierende Welt zwischen Tatzen, Klauen und Drachen.

Wenn Kunst auf Tatzen, Klauen und Drachen steht

Zwischen 1000 und 1300 entstanden in Mitteleuropa zahlreiche sakrale und kostbare Gebrauchsgegenstände, deren Standfüße weit mehr leisten als reine Stabilität. Sie prägen die Raumwirkung, verleihen den Objekten eine körperhafte Präsenz und eröffnen kunsthistorische Fragen nach Funktionalität, Antikenrezeption, Ikonografie und Animismus.

Die Werkbetrachtung führt von den sichtbaren Formen zu den Bedeutungen dahinter. Tiergestalten, Fabelwesen und organisch anmutende Elemente lassen mittelalterliche Objekte beinahe bewegt erscheinen. Gerade diese Verbindung aus handwerklicher Präzision, symbolischer Bildsprache und humorvoller Formenvielfalt macht das Kunsterlebnis besonders unmittelbar.

Meisterwerke des Hildesheimer Domschatzes

Die Kuratierung verbindet herausragende Werke des Hildesheimer UNESCO-Welterbes mit hochkarätigen Leihgaben. Zu sehen sind unter anderem der Paderborner Tragaltar, ein bedeutendes Meisterwerk mittelalterlicher Goldschmiedekunst, sowie ausgewählte Objekte aus dem Domschatz. Auch berühmte Kunstwerke wie die Bernwardtür und das Taufbecken im Hildesheimer Dom werden in den thematischen Zusammenhang einbezogen.

Die Ausstellung macht sichtbar, wie eng Material, Form und Bedeutung in der mittelalterlichen Kunst miteinander verbunden sind. Goldschmiedekunst, sakrale Ausstattung und figürliche Ornamentik erscheinen dabei nicht als isolierte Kategorien, sondern als Teile einer vielschichtigen ästhetischen Erfahrung.

Ausstellungsatmosphäre und kulturelle Bildung

Der ungewöhnliche Zugang lädt dazu ein, vertraute Werke neu zu entdecken. Ein aufmerksamer Blick nach unten verändert die Wahrnehmung des gesamten Objekts: Füße tragen, verwandeln, beleben und erzählen. So entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, in der wissenschaftliche Forschung und sinnliche Neugier unmittelbar zusammenfinden.

Das begleitende Labor Gegenwart erweitert die Ausstellung mit Möglichkeiten zum Spielen, Ausruhen, Basteln und Lesen. Kinder erkunden die Kunstwerke auf einer Entdeckungstour und gehen beim Fährtenlesen den Formen und Bedeutungen der Füße nach. Öffentliche Rundgänge und Sprechstunden vertiefen die Themen der Schau und fördern eine lebendige kulturelle Bildung.

Ein Kunsterlebnis für Neugierige jeden Alters

Ob kunsthistorisch interessiert, familienorientiert oder einfach offen für einen überraschenden Blick auf mittelalterliche Kunst: Die Ausstellung verbindet Expertise mit spielerischer Vermittlung. Ihre Stärke liegt in der Konzentration auf ein kleines, tragendes Detail, das plötzlich die gesamte Wahrnehmung eines Kunstwerks verändert.

Wer die ästhetische Erfahrung mittelalterlicher Objekte intensiv erleben möchte, findet im Dommuseum Hildesheim eine präzise kuratierte und zugleich zugängliche Ausstellung. Der Besuch am 11. Oktober 2026 eröffnet einen erkenntnisreichen Blick auf Tatzen, Klauen, Drachen und die bewegte Formensprache sakraler Kunst.

Offizielle Kanäle von Dommuseum Hildesheim:

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen