Hildesheim Invaders vor dem GFL-Start
Invaders starten mit neuem Schwung in die GFL-Saison 2026
Die Hildesheim Invaders gehen mit einem eingespielten Kern, mehreren Rückkehrern und einem früh fixierten Heimspielrahmen in die Saison 2026 der effect Energy GFL. Der Auftakt ist für den 9. Mai terminiert: Dann kommt es in Hildesheim zum Startspiel gegen die Allgäu Comets.
Vor dem ersten Kickoff wirkt die Ausgangslage klar abgesteckt: ein Kader, der auf Kontinuität setzt und gezielt ergänzt wurde, dazu eine Vorbereitung mit mehreren gemeinsamen Einheiten – plus ein Heimspielplan mit sechs Terminen an zwei Spielorten. Ob dieses Paket in der sportlich dicht besetzten GFL trägt, wird sich ab Mai unter Wettbewerbsbedingungen zeigen.
Vorbereitung und Struktur: frühe Belastung, klare Abläufe
In den Monaten vor dem Saisonstart setzte Head Coach Marcus Herford auf Trainingsblöcke mit externen Vergleichsmöglichkeiten. Zur Vorbereitung gehörten gemeinsame Einheiten mit den Hannover Grizzlys und den Calgary Gators sowie das interne „Blue vs. White Game“, das als Gradmesser unter Wettkampfbedingungen diente.
Für den organisatorischen Unterbau verweist der Club auf mehrere regionale Partner: Der VfV 06 Hildesheim stellte Infrastruktur bereit, der JIM Fitnessclub unterstützte den athletischen Bereich, außerdem war der SV Dinklar als Partner in die Saisonvorbereitung eingebunden. Herford ordnet die Bedeutung dieses Umfelds so ein: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung aus der Region. Football ist Teamsport – und das gilt nicht nur auf dem Feld. Viele Partner haben dazu beigetragen, dass wir uns professionell vorbereiten konnten.“
Kader: Rückkehrer und Kontinuität als Leitplanken
Personell setzen die Invaders auf Vertrautheit – mit Rückkehrern aus den eigenen Reihen und einem Stamm, der zusammenbleibt. Philipp Dolezal und Johan Sager kehren als Eigengewächse zurück. Im Kern bleibt zudem die Achse um Christian Klötergens, Matti Probst, Georg Kraft und Paul Terjung erhalten.
Der Ansatz ist erkennbar: weniger ein kompletter Umbruch, mehr Stabilität – mit dem Ziel, dass Automatismen und Abstimmung zu Saisonbeginn schneller greifen als bei einer Mannschaft, die sich erst finden muss.
Mehr Tiefe für Defense und Offense – und ein klarer Plan
In der Offensive kehrt Runningback Jeremie Beni zurück; gemeinsam mit Rookie Tristan Gintaut soll er das Laufspiel beleben. Auf der Schlüsselposition im Passspiel ist Quarterback Nelson Hughes vorgesehen, der hinter einer verstärkten Offensive Line mit Dave Beale und Daniel Kane mehr Zeit für Reads und Entscheidungsfindung bekommen soll. Herford setzt offensiv auf Variabilität und Tempo – ein Ansatz, der in der GFL jedoch nur dann konstant funktioniert, wenn Protection, Playcalling und Ballsecurity zusammenpassen.
Defensiv fällt vor allem die Verstärkung der Line auf: Mit Kyle Kitchens kommt ein Neuzugang hinzu, der im Kader besonders hervorgehoben wird. Zusammen mit Julian Thompson, Holden Hughes, Dorian Zuidema und Willem Vancompernolle soll die Unit an Tiefe gewinnen – ein Faktor, der in einer langen Saison nicht nur für mehr Rotationsmöglichkeiten sorgt, sondern auch für Stabilität gegen physische Laufangriffe und im Pass Rush.
Im Trainerstab arbeiten Jared Hilbers, Dennis Kruschat, Rune Barusche und David McCants mit. Die Defense verantwortet Javan Lenhardt, unterstützt von Jacob Adelman und Lucas Höne.
Herford bleibt in der Zielsetzung vor dem Start betont kontrolliert: „Wir haben Respekt vor jedem Gegner in dieser Liga. Die GFL ist extrem stark besetzt. Gleichzeitig haben wir in den vergangenen Monaten viel investiert und sehen, wie sich unsere Mannschaft entwickelt hat. Jetzt wollen wir zeigen, was in uns steckt.“
Sechs Heimspiele an zwei Standorten – Termine und Ticketpreise
Helios am Philosophenweg
- 9. Mai: Allgäu Comets
- 23. Mai: Düsseldorf Panther
- 22. August: Berlin Rebels
Friedrich-Ebert-Stadion
- 7. Juni: Kiel Baltic Hurricanes
- 20. Juni: Potsdam Royals
- 8. August: New Yorker Lions
Der Vorverkauf beginnt am Montag, 4. Mai 2026, online sowie stationär bei Telco am Hindenburgplatz. Tagestickets kosten 16 Euro (Erwachsene) und 13 Euro (ermäßigt). Kinder bis einschließlich 12 Jahren erhalten freien Eintritt. Season Passes für alle Heimspiele sind ab 88 Euro erhältlich. MYSEAT-Dauerkarten kosten 120 Euro.
Unterm Strich gehen die Invaders mit einer nüchternen, aber schlüssigen Linie in die Saison: eingespielter Kern, punktuelle Verstärkungen und ein früh feststehender Heimspielrahmen. Ab dem 9. Mai wird sich zeigen, wie belastbar dieses Fundament gegen die Konkurrenz der effect Energy GFL 2026 ist.

